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Circle of Excellence: The Best (or nothing)

Autor: Johannes Erler / Kategorie: Allgemein / 29. November 2018

Was kann man seinen Kunden bieten, wenn die eigentlich schon alles haben? Über diese durchaus delikate Frage zerbricht sich der Circle of Excellence von Mercedes-Benz den Kopf – und hat dafür ein Serviceprogramm mit einer ganzen Reihe exklusiver Events und Insentives aufgelegt, zu dem auch das Magazin CIRCLE gehört.

Als Teil der Mercedes-Benz-Magazinfamilie (das sind die vier Hefte me, she’s, classic und eben CIRCLE, die seit rund zwei Jahren von der Looping Group Hamburg betreut werden, und deren Relaunch unter der Art Direction von EST entstand), sticht der CIRCLE sicherlich noch einmal heraus. Und sowohl inhaltlich, als auch gestalterisch finden sich in diesem Heft ein paar nette Highlights.

Vor allem ist das sicher die exklusive, 40 Seiten lange Strecke mit Roger Federer, die Chefredakteur Alexandros Stefanidis gemeinsam mit mir entwickelte, und für die er Federer in Dubai traf. Das Motto dieses CIRCLE ist nämlich »Pursuit of Perfection« und welcher Motto-Pate eignete sich besser, als der größte Tennisspieler aller Zeiten (und Mercedes-Benz-Markenbotschafter)?

In diesem Jahr nämlich gewann Federer sein unglaublich-zwanzigstes Grand Slam-Turnier. Und für den CIRCLE kommentierte er handschriftlich und hochemotional jeden einzelnen Titelgewinn auf den Fotos, die ihn im Moment des Triumphes zeigen. So entstand eine Bildstrecke, die es so noch nicht gegeben hat. Und ein Interview, in dem Federer beweist, dass er nicht nur schnelle Beine und starke Arme, sondern auch reichlich Grips hat.

Das Coverkonzept des CIRCLE nimmt dann die exklusive Patenidee noch einmal auf: Der mit silberner Folie gedruckte, handgezeichnete Kreis ist natürlich auch von Roger Federer.

Dazu gibt es im CIRCLE viele Geschichten aus der exklusiven Mercedes-Benz-Welt: Unter anderem führt Mercedes-Benz-Chefdesigner Gordon Wagener ein in die Geheimnisse des Maybach, Formel 1-Weltmeister Lewis Hamilton schreibt über die Autorakete AMG Project One, und ein opulenter Reiseteil zeigt, was Circle of Excellence-Mitglieder überall auf der Welt erleben.

Das Heft ist wirklich erstklassig gedruckt und produziert. Und ich bedanke mich für die tolle Zusammenarbeit bei Alex, Hendrik Lakeberg, der die zweite Hälfte des Heftes chefredaktionell betreut hat, Stefan Vitti, Anna Simdon, dem ganzen Looping-Team und natürlich wie immer bei Rüdiger Barth und Dominik Wichmann.

Reihe 5: Ein Heft über Anfänge

Autor: Johannes Erler / Kategorie: Bureau / 23. November 2018

Die 13. Ausgabe von Reihe 5, des Theatermagazins der Staatstheater Stuttgart, ist zugleich eine erste Ausgabe. Drei neue Intendanten nämlich haben ihre Arbeit an den Staatstheatern aufgenommen – und wir haben das Heft grafisch überarbeitet. Das Stichwort ist also: Anfangen.

Mit Viktor Schoner für die Staatsoper, Tamas Dietrich für das Ballett und Burkhard C. Kosminski für das Schauspiel fiel der Intendanten-Schnitt denkbar deutlich aus. Klar, dass alle drei nun neue künstlerische Profile in ihren Sparten etablieren werden. Und auch klar, dass sich das auf Reihe 5, das gemeinsame Theatermagazin aller drei Sparten, ausgewirkt.

In der bewährten Zusammenarbeit mit Ralf Grauel von Grauel Publishing und allen Sparten haben wir das Heft einem Soft-Relaunch unterzogen. Der Mittelteil mit den großen Geschichten wurde deutlich verlängert, der Anfangsteil dafür kürzer und schneller. Das Layout wurde gestrafft und vereinfacht. Das Heft wirkt jetzt klarer und übersichtlicher.

Auch das Coverkonzept wurde überarbeitet: Das Motiv, das natürlich das jeweilige Schwerpunktthema des Heftes illustriert, taucht nun in einer modifizierten Form noch einmal im Heft auf. Dort nämlich, wo das Schwerpunktthema eingeführt und erklärt wird. Die erste Schwerpunktthema-Illustration stammt von Dieter Braun.

Seit Jahren wird dieses Projekt in unserem Büro heiß geliebt und mit viel Leidenschaft betrieben. Das hängt auch mit dem großen Vertrauen zusammen, das uns die Staatstheater immer wieder schenken. Vielen Dank dafür!

S.Mag Nr.5: Engagement

Autor: Johannes Erler / Kategorie: Bureau / 20. November 2018

Die fünfte Ausgabe vom S-Magazin, der Stilbeilage es SPIEGEL, liegt in dieser Woche dem SPIEGEL bei. Das Thema in diesem Heft ist Engagement. Dafür hat die Redaktion um Bianca Lang und Andreas Möller 24 – ist ja bald Weihnachten! – Beispiele gefunden, von recyclten Produkten über gute Geschäftsideen bis hin zu sehr korrekten Gastronomiekonzepten. Die Streetsyle-Strecke kommt diesmal aus Deutschlands Nachhaltigkeitshauptstadt Hannover. Ein Interview mit dem Fotografen Olivero Toscani beschreibt, wie Engagement auch in der Werbung ankommen kann. Die wunderschöne Fotostrecke von Claudia Klein zeigt Schmuck aus fair gewonnenem Gold. Und der SPIEGEL spendet 5.000 Euro an Ärzte ohne Grenzen. Ach ist das alles schön!

 

Migration, Kunst, Forschung, Datenbanken und Design

Autor: Jonas Buntenbruch / Kategorie: Branding / 16. November 2018

 

Ein Erscheinungsbild für die Kunstwissenschaft: Gemeinsam mit den Forscherinnen um Prof. Dr. Burcu Dogramaci am Kunstwissenschaftlichen Institut der Ludwig-Maximilians Universität in München hat EST das Branding für das vom European Research Council geförderte Projekt METROMOD entwickelt.

Flucht und Migration sind keine Phänomene unserer Zeit: In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vor allem das alte Europa von Krieg und Faschismus zerrüttet und zahlreiche Kreative, Kulturschaffende und Intellektuelle flüchteten in die Metropolen dieser Welt.

Die Kunstwissenschaftlerinnen erforschen das Ausmaß dieser Fluchtbewegungen und suchen vor Ort in New York, Buenos Aires, London, Istanbul, Bombay (heute: Mumbai) und Shanghai nach Spuren, Orten, Artefakten und Kontaktpunkten. Ihr Ziel: eine Neubewertung der Kunstepoche der Moderne aus Perspektive der Migration und den daraus resultierenden internationalen Einflüssen. Denn gemeinhin gilt die Moderne nach wie vor als westlich- und zentraleuropäisch geprägte Bewegung.

Die gesamte Recherche wird über einen Zeitraum von vier Jahren in einer Datenbank dokumentiert und ist ab 2019 in Form einer interaktiven Karte öffentlich zugänglich. Die Plattform wird von einem internationalen Team bestehend aus Designern von ErlerSkibbeTönsmann und dem Entwicklerstudio Lab1100 konzipiert und entwickelt. Mit einer internationalen Konferenz und dem Start des Projekt-Blogs Ende November feiert das Projekt seinen Auftakt.

Basis des Erscheinungsbilds ist die geometrische Schrift „Sharp Grotesk“ von SharpType, New York. Sie verbindet die klassische Ästhetik der Moderne mit einem zeitgenössischem Look & Feel. Darauf aufbauend ist ein Keyvisual entstanden, das die sechs Metropolen abbildet, in denen im Rahmen des Projekts geforscht wird: dynamisch- und gegensätzlich pulsierende Ringe repräsentieren Migrationsbewegungen und die Transformation urbaner Topografien. Diese formal strengen Grundelemente bilden das Rahmenwerk für alle zukünftigen Anwendungen.

Praktikum bei EST: Eindrücke & Zwischenstand

Autor: Fynn Scheewe / Kategorie: Bureau / 13. November 2018

 

Ein Monat ist schon vergangen von unseren sechs als Praktikantin und Praktikant bei EST. Zeit, einen kleinen Blick zurück zu werfen – gerade, weil die Zeit hier wie im Flug vergeht und man das Reflektieren fast vergisst. Was ist hängen geblieben neben der Arbeit?

Montagmorgen 9:30 Uhr. Im Gegensatz zum Rest der Woche, in der moderne Gleitzeit herrscht, heißt es heute: Bitte pünktlich sein! Zum Wochenmeeting für alle gibt es Leckereien vom Bäcker gegenüber der schönen Altbauvilla im Stadtteil Hamburg Rotherbaum, in der die Agentur ein Stockwerk bezogen hat. Um einen rustikalen Holztisch herum wird besprochen, was letzte Woche war, was die Agentur und die Welt bewegt, was ansteht und wer welche Projektaufgaben übernimmt. Ein einstimmender und aufweckender Start in die Woche. Diese Routine ist praktisch und man erfährt, woran die anderen gerade arbeiten. Gelegentlich ufert das Meeting dann mal aus und ruck, zuck ist der halbe Vormittag um.

Zur Zeit ist Kundenakquise ein großes Thema. Das ist ziemlich interessant, weil wir uns immer gefragt haben, wie Agenturen an ihre Aufträge kommen. Und da gibt es keine goldene Regel. Es sind Ideen gefragt, die ganzheitlich durchdacht sein wollen, um die Wunschkunden zu erreichen.

Donnerstags ist Markt am Turmweg, worauf sich alle freuen. Außer es ist richtig ungemütliches Wetter, dann geht es oft in die Kantine um die Ecke. Allerlei Möglichkeiten, nicht zu verhungern, gibt es im Umkreis, aber die Preise sollte man stadtteilbedingt im Auge behalten. Sonst kann man aber auch in die Obstschale in der Küche greifen und sich einen Kaffee oder Tee zapfen.

An manchen Tagen drücken sich Kunden, Freelancer und Techniker die Klinke in die Hand und leichter Stress liegt in der Luft. An anderen Tagen ist es richtig ruhig, wenn alle in ihre Projekte vertieft sind. Ein Schema dafür ließ sich bisher nicht erkennen. So auch nicht für die unterschiedlichen Befindlichkeiten der Mitarbeiter (uns eingeschlossen), was das Fensteröffnen und Heizen angeht. Mal friert der eine, mal die andere. Der immerwährende Kampf von 2 °C mehr oder weniger.

Aber abgesehen davon herrscht ein angenehmes Klima zwischen vor Konzentration rauchenden Köpfen und einer erfrischenden Brise Leichtigkeit und guter Laune. Musik spielt dabei auch eine wichtige Rolle. Hier, in den hohen Räumen, wird gerne gesungen und über die kabellosen Boxen unterschiedlichster Musikgeschmack bedient. Selbst im Bad ertönt beim Betreten ein Radio – allerdings laufen dort stets Nachrichten.

EST hat uns sehr herzlich empfangen und vertrauensvoll direkt in den Alltag integriert. Wir sind gespannt, welche Eindrücke in den nächsten Monaten noch hinzukommen, und freuen uns, mit dabei sein zu dürfen, uns einbringen zu können und vieles mitzunehmen. Auch schön, in einem Zeitalter Praktikant/in zu sein, in dem es verantwortungsvollere Aufgaben gibt als Kopieren und Kaffeekochen.