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Steffen Mackert für WOW!

Autor: Johannes Erler / Kategorie: Bureau / 20. März 2017

WOW! heißt das Media Markt-Magazin, dass EST gemeinsam mit dem Redaktionsbüro ring 3 unter der Chefredaktion von Andreas Möller macht. Das Magazin ist speziell für die Mitglieder des Media Markt-Clubs entwickelt und macht Spaß – den Lesern, aber auch uns beim Machen.

Eine Rubrik in WOW! heißt »Was kann eigentlich«. Dort werden Elektrogeräte und ihre besonderen Fähigkeiten als Mikro-Fabriken gezeigt, in denen Mini-Arbeiter dafür sorgen, dass das Gerät funktioniert.

Die Zeichnungen stammen von Steffen Mackert. Und sie werden von Ausgabe zu Ausgabe besser, finde ich. Zeit, sie hier einmal zu zeigen.

SONOS-01
FITBITBLAZE-01
GRAEF-01
PS4-01
KITCHENAID-01

Designer/in gesucht

Autor: Henning Skibbe / Kategorie: Allgemein / 3. Februar 2017

job_neu

Als Bureau für Editorial Design, Corporate Design und Typeface Design gestalten wir intelligente, schöne und typografische Medienprodukte. Ab März suchen wir eine/n Designer mit 2 bis 4 Jahren Erfahrung. Überdurchschnittliche Fähigkeiten und Interesse im Bereich Typografie, Editorial und Digital sind für uns essentiell. Wir bieten eine anspruchsvolle und vielschichtige Tätigkeit für angesehene Kunden. Wer also Lust hat mit unserem Team im schönen Mittelweg in Hamburg zu arbeiten, schicke ein aussagekräftiges PDF mit Arbeitsproben an Henning Skibbe: skibbe@est-agentur.de

Über Magie

Autor: Johannes Erler / Kategorie: Allgemein / 5. November 2016

Bei den von ErlerSkibbeTönsmann veranstalteten, monatlichen Creative Mornings hatten wir zuletzt die Violinistin Ksenia Dubrowskaya zu Gast. Das Thema war »Magie«. Fast eine Stunde lang sprach ich mit Ksenia über magische Momente und was einen Konzertabend unvergesslich macht.

Die monatliche Kolumne in der PAGE war dann wieder eine Reflexion zum Thema. Mit der schönen Erkenntnis, dass Magie keineswegs Zauberei ist und dass wir alle Magier sein könnten – wenn wir bereit sind, sehr viel dafür zu tun.

magie

Mysterium Magie. Unlösbares Rätsel. Gerade erst wieder: da blättere ich das Buch »Über Schreibtische« des Fotografen Konrad Rufus Müller, als plötzlich dieses Kribbeln in mir hochsteigt, das immer dann kommt, wenn mich etwas so richtig anfixt. Und das geht weit über das hinaus, was beschreibbar wäre (die tollen Fotos, die perfekte Typografie von Markus Rasp, das schöne Papier…). Das ist dann wohl: Magie?

Magische Momente. Momente übernatürlicher Erhabenheit. Oft nur persönlich erlebbar und nicht mit anderen zu teilen. Zum Beispiel diese Stelle im Lied »Life Of Surprises« meiner Lieblingsband Prefab Sprout. Bei 0:57 hebt das Lied auf so wundersame Weise ab, dass mir immer wieder das Herz zerspringt. Habe ich neulich mal im Büro vorgespielt – und selten in ratlosere Gesichter geblickt. Aber für mich bleibt es: Magie.

Wie großartig wäre es, zu wissen, wie das geht: Menschen verzaubern, zuverlässig und immer wieder. Man müsste die magische Substanz besitzen, die alles möglich macht. So wie Adriano Celentano in der Italoklamotte »Hände wie Samt«. Celentano hat in diesem Film magisches, unzerstörbares Glas erfunden und alle wollen natürlich rausfinden, wie er das schafft, alle Regeln der Chemie und der Physik auszuhebeln – bis er in einem unbeobachteten Moment den Kessel mit dem flüssigen Glas öffnet, und einmal kräftig reinrotzt.

Mit 17, auf einer Klassenreise nach Wien, saß ich eines Abends im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, übernächtigt und gelangweilt (wie das eben so ist auf Klassenfahrten mit Kulturprogramm), als ein bildhübsches Wesen in einem feuerroten Kleid auf die Bühne schwebte und das Violinkonzert von Tschaikowsky nicht einfach nur spielte, sondern zelebrierte, himmelhochjauchzend, zum Tode betrübt, bis mir ganz schwindelig war. Dieser magische Augenblick kam mir in den Sinn, als ich auf der Suche nach den Regeln der Magie die russische Violinistin Ksenia Dubrowskaya zu den creative mornings einlud.

Es wurde ein zauberhaftes Gespräch. Zusammen ergründeten wir die Zutaten eines magischen Konzerts und sprachen über Liebe und Fleiß, Fantasie und Aura, Handwerk und Stimmung. Wir stellten einen Konzertabend auf den Kopf und drehten das Innerste nach Außen. Nur den magischen Schlüssel, den fanden wir leider nicht.

»Eigentlich ist Musik ja nur ein akustisches Phänomen und physikalisch zu erklären«, sagt Ksenia Dubrowskaya, »und aus den Schallwellen steigt dann – manchmal nur – etwas unerklärlich Tiefes und Seelisches auf.«

Ob Ihr das auch schon passiert sei, möchte ich wissen. Ja, natürlich, sagt sie, es sei nur eben nicht zu steuern, es passiere einfach. So sei das eben mit der Magie.

Das Rätsel bleibt. Nur Celentano weiß, wie’s geht.

PS: Ich habe ins Lexikon geschaut: Linguistisch liegt dem Wort Magie die indogermanische Wurzel Magh zugrunde, die können, vermögen, helfen und auch Macht bedeutet. Direkt stammt das Wort vom griechischen Magoi (Μάγοι) ab, das man mit Weiser übersetzt. Ein Magier ist also jemand, der ganz viel weiß und dadurch Macht erlangt.

Als ich Anfang der 90er Jahre mit Neville Brody zusammenarbeitete, er längst Superstar, ich ein Greenhorn, da fiel mir – bei aller Ehrfurcht vor seiner unfassbaren Kreativität – vor allem auf, wie fit er in allen Computerprogrammen war. Er beherrschte seine Instrumente wie kein zweiter und war schneller, als alle anderen. Ich fand das magisch. Er hatte dadurch immer einen Vorsprung.

In dem Film »Matrix« erklärt der Agent Morpheus dem jungen Hacker Neo, wie er sich verbessern muss, um seinen Verfolgern zu entkommen. Und findet dafür einen einzigen, kurzen Satz, der so etwas wie der Leitsatz aller Magier sein könnte: »Nicht denken… wissen!«. So geht Magie!

Lars Möller

Autor: Johannes Erler / Kategorie: Allgemein / 2. Oktober 2016

Schon ein bisschen her, dieses Herzensprojekt, irgendwann im Frühling, also noch nicht so alt, dass man es nicht mehr erwähnen dürfte: das Buch über den Maler Lars Möller.

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Lars’ Bilder waren mir schon aufgefallen, bevor ich ihn persönlich kennenlernte. Als Hamburger mit angeborener Sehnsucht nach dem Wasser fand ich Bilder von Wellen immer schon toll. Also Meereswellen. Solche, die auf einen zurollen, wenn man am Strand sitzt und auf das Meer starrt. Diese unfassbar schönen Wassergebilde, die sich aufbauen, immer größer werden, bis sie wie transparente Skulpturen im Raum stehen, sich dabei immer weiter bewegen und verändern und schließlich in sich zusammenbrechen und dennoch nicht kaputt sind, weil es danach ja sofort wieder von vorne losgeht. Irre!

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Es gibt Gemälde, die das festhalten. Auf denen die perfekte Welle stillsteht, ein für alle Mal. Sogenannte See-Stücke. Hängen in Museen oder in Galerien oder in Hamburg manchmal auch in den Schaufenstern von Schiffsausstattern. Ich wollte immer schon so ein Bild haben. Lars malt die. Das erste von ihm entdeckte ich in einem Hamburger Möbelladen und war sofort verknallt. Ich wusste nur noch nicht, dass der Maler Lars Möller heißt.

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Ende letzten Jahres kam dann mein Freund Jan Gerds auf mich zu. Er hätte einen Freund, der Maler sei und einen Katalog machen wolle, ob ich helfen könne. Das war Lars. Natürlich konnte ich.

Lars hat uns machen lassen. Wir haben uns ein paar Mal getroffen und besprochen, wie es grundsätzlich werden soll. Er hatte ein paar Vorstellungen und war ansonsten für alle Ideen offen. Er fand die Idee gut, Fragen in den Katalog einzustreuen, die seine Arbeit erklärten. Wir waren schnell beieinander, was den Ablauf des Kataloges und die Farben und das Papier betraf. Alles ganz einfach. Ein Traumjob!

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Das Buch ist also fertig. Kann man auch bestellen (einfach mir eine Mail schreiben). Am schönsten sind Lars’ Bilder natürlich in echt und groß, aber ich denke, dass auch der Katalog schon einen guten Eindruck verschafft in die Liebe, die Sehnsucht und die Könnerschaft, die in den Bildern steckt.

Versuch mal eine Welle mit Pinsel und dicker Farbe zu malen. Für mich ist Lars Möller ein Magier!

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Reihe 5, die Fünfte

Autor: Johannes Erler / Kategorie: Bureau / 24. September 2016

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Die fünfte Ausgabe unseres Theatermagazins Reihe 5 für die Staatstheater Stuttgart ist erschienen. Gemeinsam mit Ralf Grauel (Grauel Publishing) haben wir uns diesmal das Thema »Grenzüberschreitung« vorgenommen. Die ganze Welt redet ja gerade von Grenzen und dass man eigentlich nicht genug davon haben könne. Aber in Wirklichkeit sind es natürlich die Grenzüberschreiter, die die Welt voranbringen. Die sich was trauen, die Neuland betreten, die oft erst verkannt und später gefeiert werden, weil sie sich getraut haben. Von denen handelt unser Heft. Theater kennt keine Grenzen. Und gäbe es die Grenzen, von denen die Idioten heute schwärmen, dann wäre unser Theater nicht das, was es ist. So einfach ist das.
Wer das Heft bestellen möchte, findet hier die Kontaktdaten.

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